Tao der Sexualität
Im Taoismus gilt die Sexualenergie als die Essenz unseres Wesens. Sie ist die Basis für Kreativität, künstlerisches Schaffen, Vitalität und Spiritualität. Das Hauptanliegen der taoistischen Sexuallehre, auch die „Praxis der Heilenden Liebe“ genannt, besteht in der Harmonisierung, Vermehrung sowie der Transformierung der Sexualkraft in spirituelle Energie.
Mann und Frau lernen, die Energie der Eierstöcke und Hoden bewusst zu vermehren und über die Wirbelsäule hinauf in das Gehirn, die Drüsen und die inneren Organe zu leiten. Auf diese Weise wird ein innerer Selbstheilungs- und Verjüngungsprozess eingeleitet, der die gesamte Vitalität im Organismus anhebt und alle Zellen mit frischer Lebensenergie durchflutet.
Eines der wichtigsten Themen der Praxis der Heilenden Liebe ist die Vereinigung von Herz- und Sexualenergie. Das Verschmelzen dieser beiden essentiellen Kräfte des Lebens, das oft mit einem tiefen Gefühl des inneren Friedens einhergeht, ist einer der wichtigsten Schlüssel zu einer erfüllten Sexualität, zur Vertiefung der Partnerschaft und für einen liebevolleren Umgang mit uns selbst. In fortgeschrittenen Stadien der „Meditation der inneren Alchemie“
führt diese innere Vermählung von Herz- und Sexualenergie zudem in tiefe meditative Zustände.
Alle Techniken wirken sich zudem positiv auf die Behandlung von Unterleibsbeschwerden, Menstruationsstörungen, Impotenz und Prostataproblemen etc. aus.
In den Seminaren werden die Praktiken der Heilenden Liebe alleine als eine Form des inneren Qigong bzw. der Meditation geübt. Durch ihre Kombination mit gezielten Körper- und Atemübungen erhalten sie ihre tiefe Wirksamkeit. Zudem gibt es viele praktische Hinweise, wie sich diese Praktikenzuhause mit dem Partner umsetzen lassen.
Die Praktiken der Heilenden Liebe sind ein Bestandteil des Systems des
Heilenden Tao/ oder Universellen Tao.
Nachfolgend einige VideoAuschnitte aus einem Vortrag von Carsten Dohnke in Basel 2005:

